#6 Die 6 Stellen deiner Kundenreise, an denen du grade Kunden verlierst.
27.11.2025 23 min
Video zur Episode
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Zusammenfassung & Show Notes
Wenn niemand kauft, ist nicht dein Angebot das Problem – sondern der Weg vom ersten Kontakt bis zur Entscheidung. Ich zeige dir 6 Stellen in der Kundenreise, an denen du Käufer verlierst. Präzise, sofort überprüfbar.
Kapitelmarken
[00:00] Warum Marketing, Angebot und Preis nicht das Hauptproblem sind
[02:03] Gestalte deine Kundenreise wie einen Supermarkt
[04:56] Stein 1 – Zu grosse Sprünge: Jeder Schritt verkauft den nächsten
[08:18] Stein 2 – Mit der eigenen Stimme sprechen: Authentizität statt Templates
[10:00] Stein 3 – Auftritt wie aus einem Guss: Konsistenz über Kanäle
[12:01] Stein 4 – Angebot ist nicht klar genug: Problem, Zielgruppe, Ergebnis
[14:58] Stein 5 – Reichweite vs. Vertrauen: Wo entsteht echte Bindung?
[17:12] Stein 6 – Zuhören darf nicht anstrengend sein: Audioqualität als Verkaufshebel
[19:58] Die Checkliste für eine reibungslose Kundenreise
Key Takeaways
- Viele Verkäufe scheitern weder am Angebot nach am Preis, sondern an der Kundenreise.
- Marketing verkauft immer nur den nächsten Schritt
- Vermeide ausgelutschte Floskeln
- Ein konsistenter Auftritt über Profile, Banner und Webseite reduziert Verwirrung.
- Klare Angebote nennen Problem, Zielgruppe und messbares Ergebnis
- Reichweite schafft Sichtbarkeit, Vertrauen entsteht in längeren Formaten wie Podcast oder Webinar.
- Schlechte Audioqualität kostet Aufmerksamkeit und damit Kaufbereitschaft.
- Schau deine Kundenreise Station für Station durch und entferne kleine Reibungspunkte.
Ressourcen
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Transkript
Dein Marketing ist nicht das Problem. Dein Angebot ist nicht das Problem. Auch der Preis ist nicht das Problem.
Das eigentliche Problem vieler Coaches, Berater und Expertinnen mit Angeboten im Bereich von ein paar tausend Euro ist der Weg dazwischen.
Vom ersten Kontakt bis zur Kasse. Diesen Weg übersieht man gern und genau dort stolpern potenzielle Kundinnen und Kunden immer wieder über kleine Steine und brechen irgendwann einmal die Reise ab, weil sie einfach zu mühsam wird.
Und heute geht es darum, diese unsichtbaren Stolpersteine, sechs habe ich heute dabei, überhaupt erstmal zu sehen.
Und mit dieser Liste kannst du dann auf deine Kundenreise gehen und die mal durchgehen, Station für Station, vom ersten Kontakt bis zum Jetzt kaufe ich, damit deine Kundinnen und Kunden eben nicht mehr unterwegs liegen bleiben.
Hi, ich bin Chris und das ist Marketing auf Menschlich. Hier erfährst du jede zweite Woche, was dazugehört, um dein Marketing näher an die Kundinnen und Kunden zu bringen, sodass du dich vom Rauschen auf den sozialen Plattformen abhebst.
Ich habe den Podcast gewählt, um näher bei meinen Kunden zu sein. Seit 13 Jahren arbeite ich im Audiobereich mit Selbstständigen und sehe immer wieder wie ein guter Business-Podcast,
sie im Alltag ihrer Kunden verankert und das Vertrauen schafft, das dann eben zu Kaufentscheidungen führt.
Ich habe dazu ein 3x3-Podcast-System entwickelt und wenn dich das interessiert, dann komm doch auf meiner Webseite vorbei, damit du auch schauen kannst, ob ein Podcast etwas für dich wäre.
So, heute schauen wir uns an, warum Menschen auf dem Weg zu deinem Angebot abspringen.
Nicht, weil du schlecht im Marketing bist, sondern weil auf diesem Weg kleine, nervige Steine liegen, überall.
Und sechs davon gehen wir heute Schritt für Schritt durch.
Und wenn dich genau diese Themen interessieren, dann abonniere mich doch im Podcast Player der Wahl.
So, und jetzt?
Versetz dich mal gedanklich in einen Supermarkt.
Du stehst am Eingang.
Nichts hier ist Zufall.
Das Gemüse gleich am Eingang.
Bunte, knackige Farben, frische Produkte.
Du fühlst dich erstmal gesund, entspannt und entspannte Menschen kaufen mehr.
Die Musik ist leicht, immer positiv.
Sie macht gute Laune und gute Laune bringt dich in Kaufstimmung.
Ach, das nehme ich doch mit.
Ach, das wollte ich eigentlich gar nicht, aber jetzt tue ich mir mal etwas Gutes.
Und dann kommt dir Brotduft in die Nase.
Mmmh.
Bei uns haben die Supermärkte die Bäckerei direkt in den Supermarkt eingebaut.
Man sieht also, wie frisches Brot vor Ort gemacht wird und man riecht es auch.
Das Gehirn sagt, lecker.
Und dann gehst du weiter.
Welche Produkte stehen auf welcher Höhe im Regal?
Auch das ist kein Zufall.
Die teuren Marken sind auf Augenhöhe.
Die günstigen Produkte ganz weit oben.
Oder du musst dich dafür bücken.
Milch und Eier, also Produkte, die du jeden Tag brauchst, sind ganz weit hinten im Supermarkt.
Dafür läufst du durch den ganzen Laden an jedem Regal vorbei und zack, liegen drei Sachen mehr im Einkaufswagen.
Ups.
An der Kasse, Kaugummi, Schokolade, Kleinigkeiten.
Du wartest eh also, greifst du zu.
Siehst du das Muster?
Der Weg ist gebaut, damit du entspannt bist, gute Laune hast, mehr siehst und damit mehr kaufst.
Und jetzt die Frage.
Wer plant diesen Weg, diese Kundenreise bei dir?
Niemand?
Dann lass uns das jetzt ändern.
Bei uns Coaches, Beraterinnen und Unternehmern sieht so eine Kundenreise vielleicht so aus.
Ich erzähle jetzt das mal in einfachen Schritten, sodass wir es nachvollziehen können und dann nachher auf diesem Kontext aufbauen.
Also, jemand entdeckt einen Kommentar von dir auf LinkedIn.
Dein Slogan macht die Person neugierig.
Und was passiert als nächstes?
Klick aufs Profil, von dort auf die Webseite, Newsletteranmeldung, dann ins kostenlose Webinar und dann zum Kauf.
Das wäre ideal.
Klingt simpel, ist es aber nicht, denn an diesem Weg liegen unsichtbare Steine.
Sie machen diese Reise sehr mühsam und wenn der Weg mühsam wird, dann brechen die Menschen ab.
Selbst wenn dein Angebot perfekt passt.
Und jetzt machen wir drei Dinge.
Wir machen diese Steine sichtbar.
Wir schauen genau, wo sie liegen.
Und du checkst, ob sie auch bei dir den Weg blockieren.
Okay?
Los geht's.
Der erste Stein ist, die Sprünge sind einfach zu groß.
Die meisten machen einen Fehler.
Sie wollen zu viel auf einmal.
Ich gehöre dazu.
Ich bin eine sehr ungeduldige Person.
Aber Marketing ist nicht alles auf einmal verkaufen.
Marketing ist immer nur den nächsten Schritt zu verkaufen.
Jeder Schritt muss sich machbar anfühlen und logisch sein.
Du brauchst eine Rutschbahn.
Man steigt oben ein und rutscht gemütlich runter.
Es soll ja Spaß machen, weil man auf dem Weg immer mehr über dich und dein Angebot erfährt
und Stück für Stück Vertrauen fasst.
Und dann bucht man mit einem guten Gefühl.
Es geht ja nicht darum, jemandem etwas zu verkaufen, was der oder sie gar nicht will.
Dieses Überschwatzen.
Bei einem Arbeitgeber von mir, früher hieß das Abdrücken.
So das Projektabdrücken.
Die Offerte abdrücken.
Als hätte man eine Pistole auf dem Brust.
Nein!
Marketing auf menschlich heißt, ich sehe eine Werbung für ein Copywriting-Angebot.
Zum Beispiel Ghostwriting auf LinkedIn.
Und wenn ich das eine gute Idee finde oder sowieso schon überlegt habe, ach Mensch, ich habe so wenig Zeit mit meinem Business.
Es wäre eigentlich gut, wenn das jemand übernimmt.
Ich kann eh nicht so gut schreiben.
Dann werde ich dieses Angebot mal anschauen und dort eintauchen.
Was gibt es da?
Welcher Umfang?
Was genau wird angeboten?
Wie viel kostet es?
Vielleicht mal auch Kontakt aufnehmen und ein erstes Gespräch führen.
Und wenn es passt, dann buche ich.
Ich möchte nichts verkauft bekommen.
Und ich möchte ja quasi dorthin gezogen werden, dass ich selber die Lust habe zu kaufen.
Und das ist der Job eines Kommentars.
Der Job eines Kommentars ist, Interesse zu wecken, damit jemand auf dein Profil klickt.
Und der Job des Profils ist, die Neugier zu erhöhen, damit man auf die Webseite geht.
Der Job der Webseite ist, sofort zu zeigen, mit deinem Problem bist du hier richtig.
So löse ich dein Problem.
So kannst du bei mir starten.
So lange dauert es.
So viel kostet es.
Und hier kannst du dich anmelden.
Das ist der Job von der Webseite.
Ich zeige dir das mal an meinem Beispiel, wie ich mir das jetzt mal überlegt habe.
Auf meinem Slogan bei LinkedIn steht, du willst einen Podcast, aber nicht den Aufwand.
Das geht.
Business Podcasts done with you und done for you mit dem 3x3-System.
Wenn dich das anspricht, wenn du also wirklich im Markt für einen Podcast bist und du denkst,
ach, ich wollte wirklich schon lange einen Podcast, aber die Arbeit hat mich bisher abgeschreckt,
dieses ganze Editieren und Technik und so weiter.
Ja, das klingt interessant.
Dann klickst du auf mein Profil und im Banner steht dort Podcasts, die verkaufen.
Du wolltest schon lange anfangen.
Jetzt kennst du jemanden, der es dir leicht macht.
Also, es geht um Business Podcast, nicht um Entertainment.
Mit Podcasts, die Kunden gewinnen, die verkaufen.
Okay, ich weiß, ich bin im richtigen Kontext.
Und wenn das passt, dann klickst du vielleicht auf meine Webseite.
Dort habe ich ein Formular, wo du dich zu meinem Newsletter eintragen kannst.
Also, auch wenn du durch die Webseite durchgegangen bist und denkst, das ist wirklich ein spannendes Angebot.
Dann bist du in meinem Newsletter und ich kann dich erreichen mit einem neuen Angebot.
Immer wieder ein kleiner Schritt.
Und jetzt schau dir deinen eigenen Weg mal an.
Wo sind die Sprünge bei dir zu groß?
Wo verlierst du die Menschen auf diesem Weg?
Okay, dann gehen wir zum zweiten Stein, der im Weg liegt.
Mit der eigenen Stimme sprechen.
Der zweite Stein liegt nämlich oft in unseren Köpfen.
Viele machen Marketing nämlich so.
Sie trauen sich nicht, klar zu sagen, was sie wirklich denken.
Jeder Post, jeder Text wird dreimal umgedreht, plattgeklopft und dann nochmal von Chat-GPT weichgespült.
Und dann, damit man doch noch etwas Cooles schreibt, holt man sich irgendwelche fertigen Copywriting-Formeln,
die jemand komplett anderes mit einer komplett anderen Tonalität geschrieben hat.
Und die man in der Form auch nie sagen würde im richtigen Leben.
Die Folge daraus ist, dass die Sprache klingt wie bei allen anderen.
Du bist ja nicht der Einzige, der diese Floskel sich geholt hat.
Plötzlich siehst du überall in den Profilen diese Floskeln hochploppen und dann sticht sie auch nicht mehr heraus.
Und niemand wird mehr auf diese Floskeln klicken.
Floskeln wie, kennst du das?
Oder, du wirst nicht glauben, was dann passierte.
Ich hoffe, da sind wir schon längst drüber.
Und noch schlimmer, die Zielgruppe, die du ansprichst, die spürt gar nicht mehr, wer dahinter steht.
Weil eine Fassade, die jemand anders gemacht hat, davor steht.
Das heißt also, die Worte, die du benutzt, sollen klingen wie du im echten Leben.
Das macht dich doch einzigartig.
Kunden kommen wegen der Art, wie du die Dinge einpackst, zu dir.
Also zeige dich, wie du bist, damit du die Kunden anziehst, die dich eben wollen und nicht deine Fassade.
Das heißt, schau jetzt mal auf deinen letzten Post.
Klingt der wirklich nach dir, so wie du sprichst?
Oder klingt der nach einem Template und Floskeln, die du irgendwo zusammengecopy-pasted hast?
Dann kommen wir zum dritten Stein.
Der Auftritt wirkt nicht wie aus einem Guss.
Viele unterschätzen, wie wichtig das ist.
Vor kurzem las ich nämlich einen interessanten Post.
Und mein nächster Instinkt war, aufs Profil zu klicken.
Und dort war ein komplett anderer Vibe, eine andere Tonalität, eine andere Message.
Bei mir kam dann nur noch eine Verwirrung an.
Und Verwirrung verkauft nie.
In der Infobox standen Infos vom letzten Job.
Die Webseite danach hat ein komplett anderes Design, hatte nichts mit dem Banner zu tun.
Und ich fragte mich, bin ich hier richtig?
Mein Kopf schaltete instinktiv auf Abwehr.
Und das ist ja auch keine gute Basis für einen Verkauf.
Dieser Stolperstein liegt an fast jedem Übergang von deinem Slogan zum Profil, vom Profilbanner auf deine Webseite, von deiner Webseite in dein Webinar.
Wenn dort solche Stolpersteine liegen, wo es nicht zusammenpasst und das Hirn anspringt und auf Alarm schaltet, das ist keine gute Voraussetzung.
Und so erkennst du diesen Stein bei dir.
Klick dich mal durch dein Profil durch.
Erkennst du in drei Sekunden, dass du am richtigen Ort gelandet bist?
Stimmen die Farben, die Message, das Design überein?
Gib deiner Zielgruppe einen roten Faden, damit sie weiß, sie ist noch am selben Ort.
Und wenn du sehen willst, wie das wirken kann, jemand, der das meisterlich macht, ist René Höfinghoff.
Geh mal auf sein LinkedIn-Profil.
Er ist Marketing- und Verkaufstrainer und er hat immer einen schwarzen Hintergrund und einen Magenta-Akzent.
Über alle Medien hinweg.
Selbst seine Fotos hat er einen Magenta-Pulli an.
In seinen Fotos und Beiträgen schwarzer Hintergrund, Magenta als Akzent.
Ich erkenne seine Posts.
Zehn Meilen gegen den Wind.
Also schau mal auf seinem Profil vorbei.
Es ist sehr, sehr eindrücklich.
Jetzt kommen wir zum vierten von sechs Stolpersteinen.
Das heißt, bevor wir dazu kommen, noch ein kurzer Hinweis.
Wenn dir dieser Podcast gefällt und du hier Mehrwert kriegst, dann abonniere mich doch und dann bekommst du jede zweite Woche die neue Folge, die ich mache.
Der vierte Stein.
Das Angebot ist nicht klar genug.
Und du glaubst nicht, auf wie vielen Webseiten ich unterwegs bin.
Auch wenn du auf einer Messe unterwegs bist.
Wie viele Angebote und Slogans es da draußen gibt, von denen du überhaupt keine Ahnung hast, was hier eigentlich angeboten wird.
Diese Hürde hatte ich sehr lange in meiner eigenen Kundenreise.
Und was da passiert ist, das kennst du vielleicht auch bei dir.
Du willst möglichst viele Menschen in dein Angebot einschließen.
Also habe ich meine Texte alle allgemeiner und allgemeiner und allgemeiner formuliert, damit sie eben auf alle auch irgendwie draufpassen.
Es lohnt sich hier wirklich die Zeit zu investieren und das zu sehen, diese Muster zu erkennen.
Heute sehe ich solche allgemeinen Nutzenversprechen immer wieder auf LinkedIn, auf Webseiten, auf Landingpages.
Zum Beispiel sowas.
Ich helfe dir, dein volles Potenzial zu entfalten.
Oder ich begleite dich auf deinem Weg zu mehr Erfolg.
Das könnte auf eine Yoga-Gruppe zutreffen oder auf einen Führungskurs für CEOs.
Und deswegen gebe ich dir jetzt drei Fragen mit auf den Weg, die dein Angebot sofort klarer machen.
Nämlich, erste Frage, welches konkrete Problem löst du?
Nicht, ich helfe dir, dein volles Potenzial zu entfalten.
Niemand sitzt da und denkt, ach ja, mein Problem heute ist, dass ich mein Potenzial nicht entfalten kann,
sondern ich sitze hier und habe ein Problem.
Und das könnte so heißen.
Du weißt nicht, wie du die ersten drei Monate im neuen Team meistern sollst.
Das ist spezifisch.
Jetzt kommt die zweite Frage ins Spiel.
Für wen löst du es?
Für alle ist eben eigentlich für niemanden.
Sagst deswegen lieber so.
Für Führungskräfte in ihrer ersten Rolle.
Das ist jemand.
Je konkreter deine Zielgruppe benannt ist, desto stärker ist die Wirkung auch.
Und die dritte Frage ist, was ist denn das Ergebnis deines Angebots?
Was ist die Transformation?
Wie bin ich dann nachher ein anderer Mensch?
Und das ist nicht mehr Erfolg, sondern zum Beispiel nach sechs Wochen führst du dein Team sicher durch schwierige Gespräche.
Du bist souverän in One-on-Ones und kannst auch toughe Entscheidungen treffen, ohne auszubrennen.
Das ist konkret.
Und das ist messbar in sechs Wochen.
Und das ist auch vorstellbar.
Und das wäre eben ein gutes Nutzenversprechen für frische Führungskräfte, die sich ein bisschen lost fühlen.
Merkst du den Unterschied?
Konkret, konkret, konkret, klar, messbar und vorstellbar schlägt allgemeine Floskeln.
Schau doch mal bei dir auf der Webseite, auf dem LinkedIn-Profil, in der Infobox, ob dort noch so allgemeine Floskeln drinstehen
oder ob du sie umschreiben kannst mit der Formel.
Welches konkrete Problem löst du?
Für wen löst du es?
Und was ist das Ergebnis, ob du so nicht viel schneller Klarheit schaffen kannst für dein Angebot?
Nice.
Das bringt uns zu Stein 5.
Und hier wird Reichweite gejagt, aber kein Vertrauen gebaut.
Viele setzen ihre ganze Energie auf Social Media.
Es wird viermal die Woche gepostet oder sechsmal oder zehnmal.
Jeden Tag kommentiert, aber das führt nicht unbedingt zu mehr Verkäufen.
Ich frage dann, wo verbringen denn Menschen mehr als eine Minute Zeit mit dir?
Ein Post ist eben in einer Minute gelesen und dann scrollt man weiter.
Reichweite bringt zwar Sichtbarkeit.
Es sehen dich ganz viele Menschen.
Aber das Vertrauen, das sie brauchen, um eben deine Coachingkurse für vierstellige Beträge zu buchen, das entsteht woanders.
Wir haben es ja vorher schon bei einem anderen Stein gehört.
Marketing verkauft immer nur den nächsten Schritt.
Aber wenn alle Energie in den ersten Schritt, den ersten Kontakt geht, aber nichts mehr dahinter, also nichts mehr in die DMs fließt,
Keine Webinare gemacht werden, keine Erstgespräche, kein Newsletter da ist, dann wird niemand kaufen.
Darum schwören ja viele Vertriebler auf den direkten Kontakt, eben das Erstgespräch oder das Webinar, weil man dort mehr als eine Minute Aufmerksamkeit bekommt und viel tiefer gehen kann als in einem Post.
Ein Webinar geht dir ein bis zwei Stunden.
Dort entsteht die Verbindung.
Man sieht sich, man hört sich, man prüft, ob es passt.
Und genau hier auf dieser Vertrauensstufe mischt auch der Podcast mit.
Er baut nämlich das Vertrauen zu dir als Anbieterin oder Anbieter, zu deiner Person und zu deiner Expertise auf.
Folge für Folge und wenn jemand über den Podcast dann zu dir kommt, dann meist um direkt zu buchen.
Also kein langes Gespräch mehr, keine Einwandbehandlung.
Die haben ja schon alles im Ohr, was du anbietest und wie du bei Kunden vorgegangen bist.
Wie erkennst du diesen Stein also bei dir?
Frage dich doch dafür, steckst du die meiste Energie in eine einzige Station der Kundenreise oder sind alle wichtigen Stationen abgedeckt?
Eben vom Erstkontakt über den Vertrauensaufbau bis zum Kauf.
Wo können dich Menschen länger als 60 Sekunden erleben?
Wie du wirklich tickst?
Wer du wirklich bist?
Was dich einzigartig macht?
Okay, der sechste Stein, der liegt mir jetzt sehr besonders am Herzen.
Der hat es nämlich in sich und den haben auch die meisten nicht auf dem Schirm.
Der sechste Stein ist, dich zu erleben ist zu anstrengend.
Und dieser Stein liegt ganz kurz vor dem Ziel, dort wo die Kaufentscheidungen eigentlich fallen sollten.
Letzte Woche landete ich nämlich in so einem Verkaufswebinar.
86 Teilnehmende.
Der Host wollte ein Programm verkaufen für 3000.
Der Ton kam vom Laptop-Mikrofon.
Es hallte.
Er saß in einem größeren Wohnzimmer.
Die Worte brachen immer wieder weg.
Und schlechte Audioqualität ist wie, stellt euch vor, jetzt wenn man im Winter draußen ist und einen dicken Mantel anhat und damit dann in den überheizten Supermarkt geht.
Langsam wird es dir einfach zu heiß.
Es wird immer unangenehmer und irgendwann will man einfach nur noch aus dem Laden raus.
Und genauso war es dann im Webinar.
Nach 12 Minuten war das Zuhören anstrengend.
Ich war gedanklich schon weg.
Und nach 20 Minuten bin ich dann ganz raus.
War der Inhalt gut?
Ich weiß es nicht.
Ich kam nicht bis dorthin.
Und das wollen wir ja nicht im Marketing und in einem Webinar.
Wir wollen ja, dass die Leute eine angenehme Reise haben, in dieser Rutschbahn runterrutschen, den ganzen Hype mitbekommen von diesem Webinar.
Warum unser Angebot so toll ist und wie wir unseren Kundinnen und Kunden helfen können, das ist ja der Sinn.
Aber mit schlechtem Sound verhindert man genau diese Verkäufe.
Die Menschen klinken sich aus.
Und wer nicht zuhört, der kauft auch nicht.
Und das zeigen übrigens auch Studien.
Dein Gehirn muss, wenn schlechte Audioqualität da ist, dein Gehirn muss ganz viel Zusatzenergie investieren.
Nur um die Worte zu entschlüsseln.
Argumente kommen da gar nicht mehr an, weil die Energie vorher schon verpufft ist.
Wir alle haben ja eine begrenzte Batterie.
Jeder Stolperstein zieht von dieser Batterie ab und schlechter Sound leert sie dann komplett.
Genau dann, wenn es eigentlich wichtig wäre, kurz vor dem Kauf.
Und darum investiere ich als Sounddesigner ganz viel Zeit in klare Stimmen.
Wenn ein Gast jetzt hier für diesen Podcast zum Beispiel, wenn ein Gast nur mit Laptop-Mikrofon oder Webcam in meinen Podcast kommt,
dann gehe ich in der Nachbearbeitung dieser Extra-Runden, bis jedes Wort verständlich ist.
Geh mal auf LinkedIn und folge mir dort.
Ich habe dort ein paar Posts, wie ich meine Podcasts bearbeitet habe, wie sie vorher klingen und wie sie nachher klangen, nach der Bearbeitung.
Anstrengende Podcasts hört ja auch niemand.
Wenn du einen Podcast empfohlen bekommst und dann ist es anstrengend zum Zuhören, dann bist du in ein paar Minuten wieder raus.
Das lohnt sich ja gar nicht.
Und deswegen investiere ich ganz viel Zeit in diese Nachbearbeitung.
Und das war der sechste Stein.
Lass uns mal ganz kurz alles nochmal zusammenziehen im Kopf, dass wir so eine handliche Checkliste haben, die man jederzeit gut durchgehen kann.
Unsere Kundenreise ist eine Rutschbahn.
Es darf keine Reibung haben und damit das gelingt, musst du sechs Stolpersteine aus dem Weg räumen.
Der erste ist kleine Schritte statt große Sprünge.
Jeder Schritt verkauft immer nur den nächsten Schritt.
Mach den Weg leicht.
Kommentare wecken Interesse.
Das Profil erhöht die Neugier.
Die Webseite gibt Informationen zu deinem Angebot.
Jeder Schritt klein, logisch und machbar.
Der zweite Schritt ist, finde deine echte Stimme.
Lass dich nicht von irgendwelchen Floskeln unterkriegen.
Die Frage ist, klingt dein Marketing wie du?
Sprich so, wie du im echten Leben sprichst.
Keine Templates.
Keine ausgelutschten Floskeln.
Menschen vertrauen dir und nicht deiner Fassade.
Der dritte Stein war, dass dein Auftritt wie aus einem Guss sein soll.
Alles folgt diesem einen großen roten Faden.
Post zum Profil, zum Banner, zur Webseite.
Gleiche Botschaft, gleiche Tonalität, gleiche Orientierung.
Du darfst also keinen Bruch drin haben und keine Verwirrung.
Der Punkt 4 war ein Angebot, das sofort klar ist.
Nenne in deinem Angebot Problem, Zielgruppe und Ergebnis.
Sag klar, welches Problem du löst und für wen und was am Ende rauskommt.
Die Transformation.
Der fünfte Stein ist Sichtbarkeit und Vertrauen.
Du brauchst beides.
Baue nicht nur die Reichweite auf.
Konzentrier dich nicht nur auf die sozialen Medien.
Reichweite schafft erste Kontakte, aber kein Vertrauen.
Vertrauen entsteht in längeren Formaten.
Podcasts, Webinare, Erstgespräche.
Du brauchst beides.
Schau dir an, wo es bei dir noch fehlt.
Und der sechste Punkt war, du musst verständlich sein.
Mach das Erleben bei dir angenehm.
Wenn man in den Podcast kommt, wenn man in das Webinar kommt, eine saubere Audioqualität
ist einfach ein Muss.
Wenn das Zuhören zur Anstrengung wird, dann steigt das Gehirn aus.
Und damit steigen auch die potenziellen Kunden aus.
Und wenn diese sechs Punkte stimmen, dann wird deine Journey rund.
Menschen kommen an, verstehen dich sofort.
Sie haben Spaß gehabt vom Runterrutschen.
Sie fühlen sich geführt und werden eingeladen, den nächsten Schritt zu tun.
Und das ist dann hoffentlich bei dir der Kauf.
Und wenn jetzt auf deiner Kundenreise im Bereich Vertrauensaufbau noch ein paar Steine liegen
und du schon sowieso lange einen Podcast im Kopf hattest und das machen wolltest,
weil du gerne mit Leuten sprichst, dich gerne vernetzt
und dieser Podcast genau ein sinnvoller Kanal für dich wäre,
dann findest du auf meiner Webseite das passende Angebot dafür.
Schau vorbei auf chrispolus.com und dort siehst du,
wie ein Podcast für dein Business arbeiten könnte.
Danke fürs Zuhören.
Wir hören uns in der nächsten Folge.
Tschüss.
Untertitelung des ZDF, 2020